Historie

Seit fünf Generationen im Dienst des Gastes

Knapp 150 Jahre bevor Münster Stadtrechte erhielt, findet im Jahre 1030 das Anwesen an der Haskenau bereits eine erste Erwähnung. Vieles spricht dafür, dass der Gutshof das gesamte Mittelalter hindurch bis in die Neuzeit hinein vielleicht mit wenigen Unterbrechungen durchgehend bewirtschaftet wurde. Als im Jahre 1850 der 31jährige Bernhard Eggert mit seiner Frau Elisabeth den Hof erwerben, konnte das Anwesen also schon auf eine über 800jährige Geschichte zurückblicken. Kurioser Weise haben auch die heutigen Besitzer, Hendrik und Antje Eggert, den Gutshof im Alter von 31 Jahren übernommen.

Von der Landwirtschaft zur Gastronomie

Zur Zeit Bernhards und Elisabeths jedoch stand die landwirtschaftliche Nutzung im Vordergrund. Ein gastronomisches Angebot gab es wohl erst ab 1880 mit der zweiten Generation, für die Wilhelm und Gertrud Eggert zeichnen. Über 50 Jahre währte ihre Führung, während derer um die Jahrhundertwende auch die ersten beiden Doppelzimmer für Sommergäste eingerichtet wurden.

Der nächste Generationenwechsel stand 1932 mit der Übernahme durch Heinrich Wilhelm und Hedwig Eggert an. Zu den Aktivitäten des neuen Gutsherrn gehörte auch das politische Engagement, welches ihn nach dem Weltkrieg zum ersten Bürgermeister Handorfs machte. Eine Unterbrechung der Familientradition hatte dies glücklicherweise nicht zur Folge, sodass 1965 Heinrich Bernhard Eggert und seine Frau Gerda den Gutshof in vierter Generation übernehmen konnten.

Das Landhaus Eggert empfängt erste Übernachtungsgäste

In dieser Epoche standen zahlreiche Veränderungen an. So wurde die Landwirtschaft aufgegeben und das Anwesen um ein Restaurant erweitert. Ab 1975 entstehen auch die ersten fünf Hotelzimmer. Über einen kurzen Zeitraum hinweg wird die Kapazität um 30 zusätzliche Betten ausgebaut und 1979 folgt für das Haus Eggert die Mitgliedschaft in den Verbund der Ringhotels. Damit gehört es der gegenwärtig größten Hotelkooperation Deutschlands an.

Der Erfolg blieb weiterhin treuer Begleiter des Hauses und lies die Kapazität durch Neubauten sowie aufwändige Umbaumaßnahmen an ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudeteilen bis 1988 auf 69 Betten steigen. Fünf Jahre später, im Jahre 1993, kamen dann auch noch Seminar- und Tagungsräume hinzu.

Erweiterung durch den Wellnessbereich

Als Hendrik und Antje Eggert den Hotel-Gutshof übernehmen, war also schon ein respektabler Betrieb entstanden. Was fehlte, war ein Restaurant im Stil der Zeit und mit dem Flair eines Landhauses. Neben der Einrichtung weiterer Veranstaltungsräume sowie einer Hotelbar, war dies die erste Erweiterungsmaßnahme, die in der Verantwortung der fünften Generation stattfand. Nur kurze Zeit später, im Jahre 2002, wurde der Wellnessbereich durch Kosmetik- und Massageangebote aufgewertet. Zu dieser Zeit setzt auch die Erneuerung der Hotelzimmer und Bäder im klassischen Stil ein, die bis heute fortdauert.

Familie Eggert mit neuen gastronomischen Projekten

Schon längst erfreute sich das jetzt Landhaus Eggert bezeichnete Anwesen großer Beliebtheit unter qualitätsbewussten Gästen von nah und fern. Es war also die Zeit gekommen, auch größeren Gesellschaften Räumlichkeiten für Veranstaltungen und zum Genuss erlesener Köstlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Diesen Schritt wagte die Familie Eggert 2005 mit dem Erwerb und der Renovierung des nahegelegenen Sudmühlenhofes. Der Erfolg gab ihnen Recht und führte 2008 dazu, dass im Stamm-Anwesen auch ein Gourmet-Restaurant, der Hof Wesendrup, entstehen konnte. Vier Jahre später wurde dann der Sudmühlenhof um ein Weingut erweitert und seit 2014 erfreut die Besucher der Innenstadt Münsters das Bistro Sylt am Bült mit einem reichhaltigen Angebot an Fischspezialitäten. Natürlich ist die Geschichte rund um das Landhaus Eggert hier nicht beendet. Vielmehr warten viele Pläne der engagierten Familie darauf umgesetzt zu werden, um den Gästen eines der besten Häuser des Münsterlandes weitere gastronomische Highlights zu bescheren.